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Literarische Essays Schreiben In English

Was ist ein Essay? 

Ein Essay ist ein Text, in dem sich der Autor mit einem literarischen oder wissenschaftlichen Thema auseinandersetzt. Dabei wird eine bestimmte Fragestellung auf kurze, aber anspruchsvolle Weise behandelt und dabei subjektiv reflektiert. In einem Essay werden weniger neue Fakten beschrieben, sondern bereits bekannte Erkenntnisse aus einer anderen Perspektive beleuchtet. Essays dienen allerdings nicht dazu, den Leser von einer bestimmten Meinung zu überzeugen, sondern neue Denkanstöße zu einem speziellen Thema zu liefern. 

Wie schreibe ich ein Essay? 

Vorbereitung 

Bevor du dein Essay verfasst, solltest du dich gut über das Thema informieren. Die wichtigsten Schlüsselbegriffe und ihre Verbindung zueinander kannst du beispielsweise in einer Mindmap verdeutlichen. Wenn du genügend Informationen gesammelt hast, solltest du eine Gliederung für dein Essay anfertigen. Diese Outline hilft dir, deine Argumente zu strukturieren und du kannst dich beim Schreiben daran orientieren. Eine Outline könntest du zum Beispiel so gestalten:

Beispiel: Essay - Outline

Introduction

In der Einleitung (introduction) deines Essays solltest du die Wahl deines Themas begründen und die Einleitung besonders ansprechend gestalten. Der Leser sollte durch deine Einleitung dazu motiviert werden, dein Essay zu lesen. Du kannst den Leser zum Beispiel mit aktuellen Erkenntnissen oder einer themenbezogenen Anekdote neugierig machen.

Der zweite wichtige Bestandteil der Einleitung umfasst die These (thesis). Du stellst eine Behauptung auf, die du in deinem Essay begründest. Achte dabei darauf, dass du dich in deinem Essay immer auf diese Hauptthese beziehst. Dein Essay hat so einen sogenannten ,,roten Faden", denn für den Leser sollte eine eindeutige, gedankliche Struktur erkennbar sein. Es ist manchmal nicht so einfach, eine aussagekräftige These zu finden. Nimm dir dafür genügend Zeit und überlege dir, ob du die These gut begründen kannst. Hier haben wir dir noch einmal zusammengefasst, was du in der Einleitung beachten musst:

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  • für Leser ansprechend gestalten 
  • Thema begründen 
  • These aufstellen 
  • überlegen, wie du die These begründen willst 

Body 

Im Hauptteil (body) deines Essays bringst du Argumente vor, mit denen du deine These begründest. Du darfst hier subjektiv bewertend deine eigene Position verteidigen sowie andere Standpunkte widerlegen. Am besten gelingt dir das, indem du deine eigene Ansicht gut begründest und deine Argumente mit Beispielen bekräftigst.  Um dabei nicht den Bezug zur These zu verlieren, orientierst du dich an deiner vorher angefertigten Gliederung. 

In jedem Absatz behandelst du ein Argument. Der sogenannte  topic sentence leitet deinen Absatz ein und grenzt ihn thematisch ab. Er ist sozusagen die These für jeden Absatz. Nach dem topic sentence folgen dann Fakten und Beispiele, die deine Ansicht untermauern. So gehst du dann in jedem Absatz vor. Folgende Aspekte sind wichtig für den Hauptteil:

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  • Argumente, um These zu begründen 
  • jeden Absatz durch topicsentence einleiten
  • Bezug zur These nicht verlieren

Conclusion

Im Schlussteil (conclusion) fasst du deine Argumentation noch einmal kurz zusammen und ziehst ein Fazit. Das bedeutet, dass du deine These aus der Einleitung neu formulierst. Du kannst aufgrund deiner Erläuterungen zu einem etwas anderen Ergebnis kommen, als zu dem, das du vorher in deiner These vorausgesagt hast. In dem Fall solltest du deine These im Schluss leicht abändern. Merke dir für den Schlussteil:

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  • These aus der Einleitung im Schlussteil aufgreifen
  • These umformulieren und eventuell leicht abändern 

Du weißt nun, wie ein Essay aufgebaut ist und wie du beim Schreiben vorgehen solltest. Dein neues Wissen kannst du jetzt mit den Übungsaufgaben testen. Viel Spaß beim Lernen! 

Was ist ein Essay?

Der Begriff „Essay“ (m., auch n.) ist von dem lat. Substantiv exagium abgeleitet, welches einerseits die Tätigkeit des (Ab-)Wiegens (von Gegenständen) und des Abwägens (in Gedanken) bezeichnet, andererseits das Gewicht selbst.

Die Textsorte Essay, heute stets in englischer Schreibung, hat ihren Namen von dem aus exagium hervorgegangenen frz. Substantiv „un essai“ erhalten, welches Versuch, Probe, Experiment bedeutet (zum Verb essayer: versuchen). Essays kann man also als „Gedanken-Experimente“ bezeichnen.

Essays umfassen gewöhnlich nicht mehr als 5 – 15 Seiten.

Geschichte

In den literarischen Briefen der römischen Autoren Seneca
d. J. und Plinius d. J. (beide 1. Jh. n. Chr.) kann man Vorstufen des
Essays sehen. Eigentlicher Begründer der Textsorte Essay ist Michel de Montaigne (1533-1592), dessen „Essais“ seit 1572 entstanden. In seiner Nachfolge verfassten viele europäische Autoren Essays.

Man kann heute zwei Grundtypen des Essays unterscheiden:

  1. Essay als nichtfiktionale literarische Prosa-Textsorte, die in Stil und Gedankenführung allgemeinverständlich ist und der zwanglosen Darstellung von Überlegungen dient;
  2. Essay als erklärende und argumentierende Textsorte ohne literarische Ambitionen, die besonders an angelsächsischen Universitäten verbreitet ist.

Im Folgenden wird der erste Grundtyp beschrieben. Er geht auf Montaigne zurück.


akg-images GmbH

Themen und Aufbau

Essays werden zu jedem beliebigen Thema geschrieben.

Wie Erörterungen haben auch Essays meist einen dreiteiligen Aufbau:

Einleitung

  • Beobachtung, Verwunderung, Überraschung, Befremden, Ärger des Verfassers (Schreibanlass)
  • Fragestellung

Hauptteil

  • subjektiv geprägte Darstellung, dennoch klare, nachvollziehbare Argumentation
  • nicht neue Tatsachen, sondern neue Sicht
  • Veranschaulichung durch Beispiele, Zitate usw.
  • oft sprunghaft-assoziative Gedankenführung, Abschweifungen und Exkurse

  • kein Anspruch auf vollständiges Erfassen des Themas
  • Wertungen

Schluss

  • Wiederholung der Fragestellung
  • Resümee; oftmals: nicht eine Lösung, sondern mehrere Lösungsmöglichkeiten (vgl. Bedeutung des Begriffs Essay!)
  • Überprüfung der Argumente o.Ä.

Beziehung zum Leser

Essays stellen auf besondere Weise eine Beziehung zum Leser her:

  • Der Verfasser tritt als argumentierendes und wertendes Ich auf, das den Leser, das „Du“, nicht überzeugen will, sondern zu eigenen Reflexionen anregen will.
  • Neugier und Interesse des Lesers werden nicht nur in der Einleitung geweckt, sondern auch den Hauptteil hindurch auf verschiedene Weise aufrechterhalten.
  • Leserbindung im Hauptteil: weitgehender Verzicht auf Wissenschaftlichkeit (nicht: Fußnoten, Quellenanalyse, Sekundärliteratur, Gliederungssytematik usw.); Einfallsreichtum; Abwechslung; Unvorhersehbarkeit; oft Ironie und Provokation.
  • Stilistische Vielfalt

Sprache

Wichtige sprachliche Merkmale des Essays sind:

  • hoher Anspruch, verschiedene Sprachebenen (z. B. poetisch, reportagenhaft, fachwissenschaftlich, alltagssprachlich) – dennoch Verständlichkeit
  • rhetorische Mittel: rhetorische Frage (Leseransprache!), Alliteration, Wiederholungsfiguren, Anspielungen, Metaphern
  • Konjunktiv I und II
  • Modalpartikel (Partikeln zur Abtönung und Relativierung von Aussagen): nur, eigentlich, gewissermaßen, vielleicht, eben, etwa, möglicherweise, ja, schon, sicherlich, wohl, halt, gar, doch u. a. m.

  • einschränkende Nebensätze ( nur dass, außer dass) und konzessive (einräumende) Nebensätze ( obwohl, obgleich, obschon, obzwar, wiewohl, wenn auch)
  • Fragesätze
  • Zitate

Merke!

  • Essays kann man als „Gedanken-Experimente“ bezeichnen.
  • Sie bestehen aus Einleitung, Hauptteil und Schluss.
  • Essays wollen den Leser zum Nachdenken anregen.
  • Sprachliche Merkmale sind z. B. ein hoher sprachlicher Anspruch sowie die Verwendung von rhetorischen Stilmitteln.

 

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